Sozialpädagogik definition

Die Sozialwissenschaften gliedern sich bei näherer Betrachtung in verschiedene Teilbereiche, die sich allesamt durch Eigenheiten und Besonderheiten auszeichnen. Hierzu gehört unter anderem auch die Sozialpädagogik, die sich in erster Linie der Förderung der Eigenverantwortung widmet. So sollen vor allem junge Menschen in die Lage versetzt werden, ein eigenständiges Leben als Mitglied der Gesellschaft zu führen.

Was ist Sozialpädagogik?

Der Begriff Sozialpädagogik kam erstmals im Jahr 1844 auf, denn damals widmete Karl Mager dieser Disziplin einen Artikel, der in der „Pädagogischen Revue“ veröffentlicht wurde. Mittlerweile hat sich diese weiterentwickelt und kann als vielseitiger Wissenschaftszweig definiert werden, der die sozialstaatliche Intervention, Bildung sowie Erziehung kombiniert.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Pädagogik einen wesentlichen Teil der Sozialpädagogik ausmacht, stehen junge Menschen hierbei im Mittelpunkt. Zentrale Aufgabe dieser Wissenschaft ist es, diese Menschen in ihrer Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu stärken, so dass gesellschaftliche Benachteiligungen nachhaltig reduziert werden. Die Sozialpädagogik will folglich eine bessere Integration ins öffentliche Leben erreichen. Junge Menschen sollen so mit sozialpädagogischer Hilfe lernen, ihr Leben zu meistern und sämtlichen Lebenslagen souverän zu begegnen.

Die moderne Sozialpädagogik greift auf verschiedene Methoden zurück und muss sich nicht ausschließlich jungen Menschen widmen. Auch Familien und Eltern können auf diese Art und Weise Unterstützung erfahren. Die Einzelfallarbeit macht einen wesentlichen Teil der Sozialpädagogik aus, wobei auch die Gemeinwesenarbeit sowie die soziale Gruppenarbeit bewährte Methoden darstellen.

Sozialpädagogik studieren

Im beruflichen Alltag müssen Sozialpädagogen stets einige Herausforderungen meistern, denn einerseits sollen sie der Gesellschaft dienen und andererseits ihrem Klienten bei der Bewältigung seines Alltags helfen. Darüber hinaus darf der Standpunkt des Staates ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, so dass man gewissermaßen zwischen den Stühlen sitzt. Eine fundierte Ausbildung ist daher unbedingt erforderlich und die Grundlage für eine kompetente Sozialpädagogik.

An Berufsakademien, Hochschulen sowie Fachhochschulen kann man Sozialpädagogik studieren und zum Teil sogar in Form eines berufsbegleitenden Studiums absolvieren. Am Ende des sozialpädagogischen Bachelor-Studiums, das sich unter anderem mit der Pädagogik, Psychologie, Politik, Kultur, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaft und dem Sozialmanagement befasst, kann man den Master anschließen und eventuell eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen. Abseits des akademischen Bereichs sind die Jugendhilfe, Justiz, Flüchtlingshilfe, Verwaltung, sozialen Dienste sowie Behinderteneinrichtungen mögliche Tätigkeitsfelder. Es ergeben sich demnach vielfältige Möglichkeiten, als studierter Sozialpädagoge tätig zu werden. Bereits im Studium kann man die Weichen für die spätere Karriere stellen und sich auf einzelne Bereiche konzentrieren. Die Unterstützung junger Menschen und Familien steht allerdings stets im Fokus und hat in der Sozialpädagogik oberste Priorität.

Tags:definition, Sozialpädagogik

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